Wulff

Dies ist ja nicht vorrangig ein politisches Blog, aber jetzt muss ich doch meinen Senf zur „Causa Wulff“ dazugeben.

Das Problem an der Sache ist, wie in SPON ja so schön gesagt, dass dieser Mann ein Produkt der Merkelschen Machtbalance ist. Es geht nicht darum, den fähigsten Mann oder die fähigste Frau an die richtige Stelle zu bringen, sondern nur darum, das fein austarierte Machtgespinst der Frau Merkel nicht durcheinanderzubringen.

Und so wird auf einmal ein durchschnittlicher Politiker mit all seinen Kungeleien und Spezlereien zum Bundespräsidenten. Er besetzt ein Amt, das eigentlich Vorbildfunktion haben soll und von dem sich die Bürger in Zeiten von Banken-, Euro- und sonstigen Krisen vielleicht sogar ein wenig Orientierung und ein paar klare Worte erwarten würden. Man kann ihm das nicht mal übelnehmen, er hat sich eine der in diesem Land üblichen Politikerkarrieren eingerichtet und landet auf einmal in einer Rolle, der er nicht gewachsen ist und die ihn eigentlich auch nicht interessiert.

Da fragt man sich natürlich schon, ob in solchen Krisenzeiten, in denen alle sparen müssen, um einigen Spekulanten ein schöneres Leben zu ermöglichen, ungedingt ein so teures Amt wie das des Bundespräsidenten erhalten bleiben muss, wenn seine Auswirkungen doch inzwischen fast null sind. Auch Herr Köhler hatte ja schon wenig zur Gesamtsituation zu sagen und fiel im Grunde genommen nicht mehr auf. Bloss um Kindergärten zu eröffnen und Menschen mit dem Bundesverdienstkreuz auszuzeichnen, ist so ein Bundespräsident schlicht und einfach zu teuer.

Und man fragt sich, warum Frau Merkel eigentlich Kanzlerin sein will, wie sie das Land voran oder wenigstens über die Runden bringen will. Ihr einziges Ziel scheint zu sein, sich an der Macht zu erhalten. Und das ist in diesen Zeiten einfach zu wenig.

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